Der eigene Garten – Tipps & Ideen zum Anlegen eines Gartens

Ob beim Hausbau oder beim Hauskauf: Mittlerweile ist für Viele ein eigener Garten ein absolutes Muss. Denn dieser wertet das Grundstück nicht nur optisch auf, sondern kann auch auf vielfältige Weise genutzt werden. Welche Aspekte bei einem Haus mit Garten beachtet werden sollten und welche unterschiedlichen Gartentypen es gibt wird nun im Folgenden näher erläutert.

Ein Haus mit eigenem Garten

Ein Haus mit Garten bedeutet automatisch immer eine größere Grundstücksfläche. Die Fläche der Außenanlage kann dabei ganz individuell variieren – von einem sehr überschaubaren Vorgarten bis hin zu einem riesigen Gartenparadies von über 1000m² und mehr. Daher ist es besonders wichtig, dass zunächst – in Abhängigkeit von den eigenen Bedürfnissen und Erwartungen – eine gewisse Gartengröße definiert wird. Denn nur so lässt sich ein passendes Baugrundstück gezielter auffinden bzw. ein Hauskauf mit Garten einfacher durchführen. Bei dem Gartengrundstück sollte auch stets die Himmelsrichtung beachtet werden. Denn in nördliche Richtung hin ausgerichtete Gärten werden kaum Sonnenlicht erhalten, während Gartenanlagen in südlicher Richtung besonders viel Licht erreichen wird.

Haus mit Garten - eigener grüner Garten
Haus mit Garten – Bild: bigstock.at, ID: 3894529

Der richtige Gartentyp: Für jeden Besitzer der passende Garten

Zudem sollte vor dem Kauf des Grundstücks der aktuelle Bebauungsplan kritisch begutachtet werden. Dieses Dokument gibt Aufschluss darüber, ob in naher Zukunft grundstücksnahe Bereiche bebaut werden dürfen. Diese Bauten würden nicht nur die eigene Lebensqualität, sondern auch den Grundstücks- und Immobilienwert deutlich beeinflussen können. Grundsätzlich ist es sinnvoll, dass nicht nur das Grundstück isoliert betrachtet, sondern auch die nähere Umgebung geprüft wird. So lassen sich sehr schnell mögliche Faktoren ausfindig machen die gravierende Beeinträchtigungen für das eigene Leben darstellen könnten – wie zum Beispiel Flughäfen, Autobahnen, Zugverkehr, und so weiter.

Viele Menschen schmücken ihren eigenen Garten zudem gerne mit Gartenfiguren. Hier werden in der Regel die klassischen Gartenzwerge bevorzugt. Zudem ist es wichtig, dass man sich auch über die passenden Gartenmöbel Gedanken macht. Neben der Dekoration und den Möbeln passt auch ein kleiner Gartenteich hervorragend in das heimische Grün.

Je nach Nutzung der Außenanlage kann der eigene Garten auch ganz individuell gestaltet werden. Die folgende Übersicht gibt Aufschluss darüber in welche Kategorien sich Gärten einteilen lassen:

Blumengarten (Ziergarten)

Beim Blumen- bzw. Ziergarten steht die Anpflanzung von Blumen, Sträuchern und Co. im Mittelpunkt. So ist meist eine zentrierte Rasenfläche angelegt an die einzelne Blumenbeete grenzen. In der Regel sind diese Gärten so gezielt angelegt, dass über die gesamte Gartensaison hinweg einzelne Pflanzen blühen. So strahlen diese Gärten nicht nur ein sattes Grün aus, sondern faszinieren auch oftmals durch eine unterschiedliche Farbpracht.

Steingarten

Diese Form der Außenanlage stellt einen direkten Kontrast zum bepflanzen Garten dar. Denn ein Steingarten besteht aus einzelnen Flächen die ausschließlich durch Steine, Kies, etc. gekennzeichnet sind. Ob Wege, Beete oder kleine Facetten: Ein Steingarten weist nahezu keinerlei Pflanzen auf, kann jedoch durch einzelne Accessoires optisch ergänzt werden (zum Beispiel Zinkwannen, Tontöpfe, etc.).

Nutzgarten

Im Nutzgarten wird ein gezielter Anbau von Obst und Gemüse durchgeführt. Neben klassischen regionalen Obstbäumen (zum Beispiel Äpfel, Birnen, Mirabellen und/ oder Zwetschgen) können auch bodennahe Obstsorten angepflanzt werden – Erdbeeren, Himbeeren und Co. Je nach Platzvorkommen verfügt ein Nutzgarten auch meist über einen größeren “Acker” auf dem Bohnen, Kartoffeln, Karotten usw. angebaut werden können.

Spielgarten

Der sogenannte “Spielgarten” ist rein praktisch ausgelegt und orientiert sich nahezu ausschließlich an den Bedürfnissen der Kinder. Während die Blumenbeete deutlich kleiner ausfallen so ist die zentrale Spielwiese entsprechend großzügig gestaltet. Neben einzelnen Kletterbäumen werden in der Regel keine weiteren Großpflanzen gesetzt um den Kindern eine möglichst große Spielfläche bieten zu können.

Selbstverständlich setzen diese Gartentypen keine klaren Grenzen. So gibt es viele Außenanlagen die eine Kombination zwischen unterschiedlichen Gartenformen aufweisen. Prinzipiell gilt: Je größer der eigene Garten ist umso flexibler und großzügiger kann er genutzt werden!

Vorteile und Nachteile eines eigenen Gartens

Ganz klar: Ein Haus mit Garten bringt zahlreiche Vorteile, aber auch einige Nachteile mit sich, die die jeweiligen Besitzer stets zu schätzen wissen und kennen sollten.

Vorteile: Ein eigener Garten bedeutet auch immer einen eigenen Erholungs- und Entspannungsort zu haben. Denn während viele – vor allem städtische – Bewohner in ländlichere Gebiete fahren müssen um Ruhe und Erholung zu finden so können sich Gartenbesitzer ein eigenes, grünes Paradies schaffen.

Gartenarbeiten im eigenen Garten
Gartenarbeiten im eigenen Garten – Bild: bigstock.at, ID: 93496676

Doch ein eigener Garten bedeutet auch zusätzlicher Freiraum für die Kinder. Denn hier können sie an der frischen Luft spielen, in den Bäumen klettern und im eigenen Swimmingpool plantschen. Vor allem bei freistehenden Häusern steht die Gartenanlage aber auch für einen zusätzlichen Ruhepol. Denn so besteht eine größere räumliche Distanz zum Nachbarn, sodass Geräusche erst sehr viel später wahrgenommen werden.

Je nach Größe des Gartens ist auch durchaus eine Tierhaltung möglich. Ob Schafe oder Hühner: Wer über ausreichend Außenfläche verfügt kann seinen eigenen Vorlieben freien Lauf lassen. Eine besonders große Gartenfläche kann aber auch möglicherweise als zusätzlicher Bauplatz genutzt werden. So kann das eigene Heim erweitert oder ein komplett neuer Hausbau geplant werden. Hierfür muss jedoch unbedingt ein aktueller Bebauungsplan hinzugezogen werden der stets Auskunft über die aktuellen Baumöglichkeiten bietet.

Der Haus- und damit auch Gartenbesitzer kann die Gartenfläche auch jederzeit und individuell umgestalten. Denn er als Besitzer kann selber über die Art und Weise der Nutzung entscheiden. Wichtig ist jedoch, dass größere Bauten (zum Beispiel der Anbau eines Wintergartens) einer öffentlichen Genehmigung bedürfen. Und auch beim Aufstellen von Garten- und/ oder Gerätehäusern muss ab einer bestimmten Größe ein gewisser Abstand zur Nachbargrenze eingehalten werden.

Ein angrenzender Garten wirkt sich aber auch immer wertsteigernd für die Immobilie aus. Denn zum einen vergrößert sich durch den Garten automatisch die gesamte Grundstücksfläche, zum anderen steigt der Gesamtwert der Anlage aufgrund der stetig ansteigenden Nachfrage an Häusern mit Gärten. Doch so schön ein Haus mit Garten auch sein mag – einzelne Nachteile sollten bei der Entscheidung “für” oder “gegen” einen Garten nicht außer Acht gelassen werden:

Nachteile: Ganz klar: Ein eigener Garten bedeutet regelmäßiger Pflegeaufwand – und dies zu jeder Jahreszeit! Denn ob Rasenmähen, Heckeschneiden, Blumenpflanzen oder Unkrautjäten: Ein Garten muss laufend umsorgt werden damit er langfristig auch sinnvoll genutzt werden kann. Daher ist auch eine längere Abwesenheit kaum möglich – sollten die Besitzer trotzdem für längere Zeit fortfahren muss die Gartenpflege durch Dritte weiter fortgeführt werden.

Kosten für den heimischen Garten

Rasen mähen im Garten
Rasen mähen im Garten – Bild: bigstock.at, ID: 5437650

Ein eigener Garten ist aber auch stets mit finanziellen Mehrkosten verbunden. Neben dem Rasenmäher und anderen Gartengeräten müssen auch die Kosten für Gartenmöbel eingeplant werden.

Wie bereits erwähnt kann sich der aktuelle Bebauungsplan einer Region kurzfristig ändern. So kann es durchaus passieren, dass in einem idyllischen und ruhigen Wohngebiet langfristig deutlich mehr (und größere) Häuser gebaut werden. Diese Veränderung würde sich natürlich nicht nur auf den Erholungsfaktor im eigenen Grün auswirken, sondern auch den Wert des eigenen Grundstücks deutlich mindern.

Jeder natürlich belassene Bereich ist aber auch ein idealer Lebensraum für zahlreiche Tiere – auch für Wühlmäuse, Ratten und Co. Demnach sollten sich auch Gartenbesitzer frühzeitig mit diesem Thema befassen und bei Bedarf rechtzeitig und effektiv handeln zu können.

Tipps und Hilfe zum Garten einwintern finden Sie ebenfalls online.

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